Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 5. Oktober 2026
§ 1 Geltungsbereich
- Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen Mischa Stäbler-Kern, zadeo Digital & Media, Am Altenberg 17, 74915 Waibstadt („Anbieter") und seinen Kunden über Software, Web-Anwendungen und Dienstleistungen.
- Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen. Der Kunde bestätigt bei der Bestellung, als Unternehmer zu handeln.
- Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.
- Für Dienstleistungen nach individuellem Angebot gehen die Regelungen im Angebot diesen AGB vor.
§ 2 Vertragsschluss
- Die Darstellung der Produkte auf zadeo.de ist kein bindendes Angebot.
- Mit dem Abschluss der Bestellung im Kundenkonto gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Bestellung per E-Mail bestätigt oder den Zugang freischaltet.
- Bei individuellen Angeboten kommt der Vertrag mit der Annahme des Angebots in Textform zustande.
- Der Vertragstext wird gespeichert. Die jeweils gültigen AGB sind jederzeit unter zadeo.de/agb abrufbar.
§ 3 Leistungen
- Web-Anwendungen (Software as a Service): Der Anbieter stellt die Software für die Vertragslaufzeit über das Internet zur Nutzung bereit. Eine Überlassung des Programmcodes erfolgt nicht.
- Software zum Herunterladen: Der Anbieter stellt die Software zum Download bereit und räumt Nutzungsrechte nach § 6 ein. Die Software erfordert eine Aktivierung und eine regelmäßige Lizenzprüfung nach § 6a.
- Dienstleistungen (z. B. Webdesign, Gestaltung, Einrichtung) erbringt der Anbieter nach dem jeweiligen Angebot.
- Der Funktionsumfang ergibt sich aus der Produktbeschreibung und dem gebuchten Plan zum Zeitpunkt der Bestellung. Der Anbieter darf die Software weiterentwickeln und anpassen, solange die vereinbarten Kernfunktionen erhalten bleiben.
§ 4 Testphase
- Für einzelne Produkte bietet der Anbieter eine kostenlose Testphase an. Sie ist je Kunde und Produkt einmal möglich.
- Die Testphase endet automatisch und ohne Kosten, wenn der Kunde nicht ausdrücklich einen kostenpflichtigen Plan bucht.
- Daten aus einer nicht verlängerten Testphase werden 30 Tage nach ihrem Ende gelöscht.
§ 5 Kundenkonto und Nutzer
- Für die Nutzung ist ein Kundenkonto erforderlich. Die Angaben bei der Registrierung müssen vollständig und richtig sein.
- Der Kunde kann weitere Nutzer einladen und ihnen Rollen und Lizenzplätze zuweisen. Für das Handeln seiner Nutzer ist der Kunde verantwortlich.
- Ein Lizenzplatz („Seat") ist einer namentlich bestimmten Person zugeordnet und darf nicht von mehreren Personen gemeinsam verwendet werden. Ein Seat darf neu zugewiesen werden, zum Beispiel wenn eine Person ausscheidet.
- Zugangsdaten sind geheim zu halten. Bei Verdacht auf Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.
§ 6 Nutzungsrechte
- Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht, die Software im gebuchten Umfang (Plan, Anzahl der Seats und Geräte) für eigene betriebliche Zwecke zu nutzen.
- Bei Abonnements ist das Nutzungsrecht auf die Vertragslaufzeit begrenzt.
- Bei Einmalkauf gilt das Nutzungsrecht zeitlich unbegrenzt für die erworbene Hauptversion. Updates und neue Hauptversionen sind nur enthalten, soweit das Angebot dies ausdrücklich vorsieht.
- Der Kunde darf die Software nicht vermieten, weiterverkaufen, Dritten zur Verfügung stellen oder dekompilieren, soweit nicht §§ 69d, 69e UrhG zwingend etwas anderes erlauben. Software Dritter, die in der Software enthalten ist, unterliegt den Lizenzbedingungen ihrer jeweiligen Rechteinhaber. Die Lizenzhinweise sind in der Software und im Programmordner einsehbar. Diese Bedingungen gehen für die betreffenden Bestandteile vor.
- Alle Rechte an der Software bleiben beim Anbieter.
§ 6a Aktivierung und Lizenzprüfung bei Software zum Herunterladen
- Die Software wird auf jedem Gerät mit dem Kundenkonto aktiviert. Jedes aktivierte Gerät belegt einen Geräteplatz der Lizenz. Geräte kann der Kunde im Kundenkonto abmelden; der Platz wird dann frei.
- Die Software prüft die Lizenz regelmäßig über das Internet, in der Regel täglich. Ohne Verbindung bleibt sie bis zu sieben Tage nach der letzten erfolgreichen Prüfung nutzbar.
- Für Geräte ohne Internetzugang bietet der Anbieter eine Aktivierung per Datei an. Die Lizenzdatei gilt nur für das Gerät, für das sie ausgestellt wurde, und höchstens 90 Tage. Danach muss sie erneuert werden.
- Ist keine gültige Lizenz vorhanden, schränkt die Software ihre Funktionen ein. Sie kann dann insbesondere keine neuen Aufträge bearbeiten oder senden. Grundfunktionen, die in der Produktbeschreibung als lizenzfrei genannt sind, bleiben nutzbar. Die Daten des Kunden bleiben erhalten.
- Der Kunde darf die Lizenzprüfung nicht umgehen oder verändern. Er darf insbesondere keine Lizenz- oder Aktivierungsdateien auf andere Geräte übertragen und die Systemzeit nicht verstellen, um die Laufzeit einer Lizenz zu verlängern.
§ 7 Verfügbarkeit und Wartung
- Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Web-Anwendungen von 98 % im Jahresmittel. Ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster sowie Störungen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat (z. B. Störungen des Internets oder höhere Gewalt).
- Wartungsarbeiten führt der Anbieter nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten durch und kündigt sie bei längeren Unterbrechungen vorab an.
- Eine darüber hinausgehende Verfügbarkeit oder bestimmte Reaktionszeiten gelten nur, wenn sie gesondert vereinbart sind.
§ 8 Preise und Zahlung
- Es gelten die Preise zum Zeitpunkt der Bestellung oder des Angebots. Vereinbarte Sonderpreise und Rabatte gelten nur für den jeweiligen Kunden und Zeitraum.
- Der Anbieter ist Kleinunternehmer nach § 19 UStG. Umsatzsteuer wird daher nicht berechnet und nicht ausgewiesen.
- Entgelte für Abonnements sind jeweils im Voraus für den Abrechnungszeitraum (Monat oder Jahr) fällig. Einmalzahlungen sind mit der Bestellung fällig.
- Die Zahlung erfolgt auf Rechnung per Überweisung innerhalb des auf der Rechnung angegebenen Zahlungsziels. Bei Abonnements stellt der Anbieter vor jedem neuen Abrechnungszeitraum eine Folgerechnung. Der Anbieter kann die Online-Bestellung im Einzelfall ausschließen; dann ist eine Bestellung nach Absprache möglich. Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt.
- Bei Zahlungsverzug darf der Anbieter den Zugang nach vorheriger Mahnung mit Fristsetzung sperren. Die Zahlungspflicht bleibt bestehen. Weitere Rechte bleiben unberührt.
- Rabattcodes sind nicht übertragbar, nicht mit anderen Aktionen kombinierbar (sofern nicht anders angegeben) und nicht in bar auszahlbar.
§ 9 Preisänderungen bei Abonnements
Der Anbieter kann die Preise für Abonnements mit einer Ankündigung von mindestens sechs Wochen zum Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums ändern. Der Kunde kann in diesem Fall zum Zeitpunkt der Änderung kündigen. Darauf weist der Anbieter in der Ankündigung hin.
§ 10 Laufzeit und Kündigung
- Monatsabonnements laufen einen Monat und verlängern sich jeweils um einen weiteren Monat. Sie können jederzeit zum Ende des laufenden Monats gekündigt werden.
- Jahresabonnements laufen ein Jahr und verlängern sich jeweils um ein weiteres Jahr. Sie können jederzeit zum Ende der laufenden Laufzeit gekündigt werden.
- Die Kündigung ist im Kundenkonto oder in Textform möglich.
- Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei einem erheblichen Verstoß gegen § 6, § 6a Abs. 5 oder § 11 vor, ebenso bei einem Zahlungsverzug von mehr als zwei Monaten.
§ 11 Pflichten des Kunden
- Der Kunde nutzt die Software nur im Rahmen der geltenden Gesetze und speichert keine rechtswidrigen Inhalte.
- Er unterlässt alles, was die Systeme des Anbieters gefährden oder überlasten kann, insbesondere automatisierte Massenabfragen außerhalb der dafür vorgesehenen Schnittstellen.
- Für Software zum Herunterladen sichert der Kunde seine Daten selbst und in angemessenen Abständen.
§ 12 Daten und Datenschutz
- Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, gilt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Er wird mit diesen AGB Vertragsbestandteil.
- Nach Vertragsende kann der Kunde seine Daten innerhalb von 30 Tagen in einem gängigen Format exportieren. Danach werden die Daten gelöscht, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht besteht.
§ 13 Mängel
- Der Kunde meldet Mängel unverzüglich und so genau wie möglich, z. B. über das Kontaktformular oder die Funktion „Problem melden".
- Der Anbieter beseitigt Mängel nach seiner Wahl durch Nachbesserung, Umgehungslösung oder Bereitstellung einer neuen Version.
- Ansprüche wegen Mängeln verjähren in einem Jahr. Das gilt nicht in den Fällen des § 14 Abs. 1.
§ 14 Haftung
- Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
- Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Die Haftung ist dann auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Sie beträgt höchstens die Summe der Entgelte, die der Kunde in den zwölf Monaten vor dem Schadensereignis gezahlt hat.
- Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel bei Miet- und SaaS-Verträgen (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB) ist ausgeschlossen.
- Bei Datenverlust haftet der Anbieter nur für den Aufwand, der bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden für die Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre. Das gilt nicht, soweit die Datensicherung nach dem Vertrag Aufgabe des Anbieters ist.
- Während kostenloser Testphasen haftet der Anbieter nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie in den übrigen Fällen des Absatz 1.
§ 15 Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn ein sachlicher Grund besteht, zum Beispiel neue Funktionen oder geänderte Rechtslage. Er teilt Änderungen mindestens sechs Wochen vor ihrem Inkrafttreten in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen. Darauf wird in der Mitteilung hingewiesen. Bei Widerspruch können beide Seiten zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen.
§ 16 Schlussbestimmungen
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
- Ist der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
- Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.